Die Wahrheit übers Zelten unsplash-logoalexandra munoz
Unterwegs

Zelten – die Wahrheit, über die niemand spricht

Oder: 3 essentielle Tipps, eine Dachzelt-Safari zu überstehen

Es soll ja Menschen geben, die aus tiefer Überzeugung gern zelten. Und ich meine nicht das Kampieren in komfortablen Mobile-Homes, Campingbussen und Wohnmobilen, sondern echte Zelte! Diese Menschen schlagen ihr flatterndes Polyesterhaus irgendwo in der Pampa auf und sind glücklich, die Natur hautnah zu erleben.
Sie suchen die Freiheit, das Abenteuer, die frische Luft.
So wird es uns Nicht-Zeltern zumindest verkauft.

Die Wahrheit ist: Sie müssen nachts nicht pinkeln.

Ich gehöre leider nicht zu dieser glücklichen Spezies.

Ich habe einen so leichten Schlaf wie die Mutter eines zahnenden Babys. Ein Pieps, und ich bin wach. Wenn ich wach bin, dann muss ich auch. Und wenn man mal muss, aber in einem Zelt liegt, dann hat man mindestens drei nervige, laute Reißverschlüsse, einen Weg durch die dunkle Pampa und ein Örtchen voller Viecher vor sich. Darum hasse ich Zelten!

Ich hasse es in den nass-kalten Niederlanden, auf einem Öko-Campingplatz im brütend heißen Süditalien und sogar bei einer Dachzelt-Safari in Afrika.

Manchmal geht es aber nicht anders. Zum Beispiel wollen manchmal Menschen, die nachts durchschlafen und die ich liebe, mich unbedingt dabeihaben. Und die schicken Unterkünfte nebenan kosten das Vierfache. Hier sind 3 essentielle Tipps, eine Dachzelt-Safari zu überstehen.

Schlappen und Licht

Badeschlappen sind unverzichtbar! Diese einfache Erkenntnis trifft mich jedes Mal in der ersten Nacht (und ich klaue die von denen, die mich unbedingt dabei haben wollten). Wenn ihr nachts für ein Bedürfnis euer Zelt verlassen müsst, wollt ihr keine Turnschuhe anziehen und euch auch nicht erst mit dem Zeh in die Flipflops reinfummeln. Gleich neben den Schlappen sollte eine Stirnlampe bereitliegen. Die sieht bescheuert aus und ihr braucht sie zu Hause vermutlich nie wieder; aber wie wollt ihr mit einer Hand den Reißverschluss vom Zelt aufbekommen? Und wenn ihr dann auf der Toilette seid, wie wollt ihr einhändig … ihr wisst schon. Geht auch besser mit beiden Händen.

Weniger ist wirklich mehr

Das ist bei einer Dachzelt-Safari eine nervige Sache: Man muss jeden Abend sein Lager aufschlagen. Und jeden Morgen wieder abbauen, selbst wenn man zwei Nächte am selben Ort bleibt. Denn mit dem aufgebauten Zelt auf dem Autodach kann man nirgends hinfahren. Da hilft wirklich nur eines: Wenig Gepäck. Denn alles, was ihr dabei habt, muss jeden Tag komplett verstaut werden. Zusätzlich zu eurem Gepäck habt ihr noch Tisch und Stühle, Gaskocher und eine Box mit Töpfen und Geschirr im Kofferraum. Lasst also alles zu Hause, was ihr nicht unbedingt braucht! Das bringt uns zu Punkt 3 …

Auszeit in der Zivilisation

Wenn ihr bei eurer Safari an einer etwas größeren Stadt vorbeikommt, dann nutzt die kleine Auszeit. Bucht für eine Nacht ein Zimmer und genießt die frische Bettwäsche und den Luxus eines Badezimmers. Zu meiner Sightseeing-Tour in Swakopmund gehörte zum Beispiel eine Maniküre und Pediküre (die findet ihr dort in Frisörsalons, nicht wie in Deutschland als einzelne Läden). Und ganz sicher kennt eure Nagelpflegerin die schönsten Spots der Stadt! Als ich diesen Engel, dessen Namen ich leider nicht kenne, fragte, was sie denn von Camping halte, rief sie mit hörbarem Abscheu in der Stimme: „The toilet is freakting me out!“

Ein Spruch für ein T-Shirt! Gibt´s bald hier zu kaufen!

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