• Geschlicklichkeitsspiel und Trinkspiel Bier-Ping
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    Nordholland oder die Erfindung des Bier-Ping

    Wenn ich an die vergangenen Urlaube zurückdenke, kommt mir das vor wie aus einem anderem Leben. Wie viele Menschen wir auf Reisen kennengelernt haben. Wie wir in Portugal mit fremden Menschen gefeiert und getanzt haben. Wie dicht gedrängt wir stundenlang am Flughafen von Adis Abeba in der Schlange standen. Und wie unbeschwert das alles war! Dieses Jahr ist alles anders. Ich musste einfach nachsehen, ob die Welt noch da ist. Keine Fernreise, aber wenigstens eine Autofahrt nach Nordholland, wo der Strand weit und der Wind stark ist. Mit dabei: Die scharfe Mischung, die ihr schon von meiner Namibia-Safari kennt, nämlich die zwei Chaoten und der Professor. Außerdem der, den ich…

  • Reisetipp Indien Mumbai
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    Mumbai – nicht mehr der fremde Planet, der er einst war

    Gastbeitrag von Henrik Mumbai? Bombay? Wie heißt die Hauptstadt von Maharashtra denn nun wirklich? Offiziell seit 1996 ganz klar: Mumbai. Dieses Toponym wird, geht es nach der regierenden Hindu-nationalistischen Partei BJP, seit Jahrhunderten von der örtlichen Bevölkerung verwendet und bezieht sich auf die Göttin Mumbadevi. Folgerichtig heißt das Gesetz, das seinerzeit die Umbenennung verfügte „Gesetz zur Wiederherstellung des Namens Mumbai für Bombay“. Doch offizieller Name hin, Göttin her – im Alltag der Stadt taucht der koloniale, aus dem Portugiesischen („Bon Bahia – schöne Bucht“) stammende, von einem Hauch Exotik umwehte Name, noch immer auf. In öffentlicher, wie auch in privater Verwendung. In welchen Situationen die “Mumbaikar” beziehungsweise “Bombayite” den eigentlich…

  • Reisen Kurztripp Skopje Mazedonien Valerie Gerards (3)
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    Skopje: Barocker Balkan-chic

    Manchmal habe ich in unserem Städtchen das Gefühl, unter einer Käseglocke zu sitzen: Die immer gleichen Straßen und Cafés, ein Kino, eine Kunstgalerie, ein Irish Pub. Dann brauche ich einfach eine Großstadt. Eine neue, in der ich noch nie war. „Lass uns nach Skopje fliegen“, meint der, den ich liebe. Wo das ist? In Nordmazedonien. Damit kann ich erstmal nicht so viel anfangen. Irgendwo auf dem Balkan. „Mazedonien ist gut, da war Alexander der Große“, meint der Professor. Er hört gerade „Die kurze Weltgeschichte für junge Leser“ rauf und runter und will am liebsten den ganzen Alexanderfeldzug über Issos und Gaugamela entlangreisen. Also Mazedoniens Hauptstadt Skopje. Wenige Touristen, moderate Preise,…

  • Die Wahrheit übers Zelten unsplash-logoalexandra munoz
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    Zelten – die Wahrheit, über die niemand spricht

    Oder: 3 essentielle Tipps, eine Dachzelt-Safari zu überstehen Es soll ja Menschen geben, die aus tiefer Überzeugung gern zelten. Und ich meine nicht das Kampieren in komfortablen Mobile-Homes, Campingbussen und Wohnmobilen, sondern echte Zelte! Diese Menschen schlagen ihr flatterndes Polyesterhaus irgendwo in der Pampa auf und sind glücklich, die Natur hautnah zu erleben. Sie suchen die Freiheit, das Abenteuer, die frische Luft.So wird es uns Nicht-Zeltern zumindest verkauft. Die Wahrheit ist: Sie müssen nachts nicht pinkeln. Ich gehöre leider nicht zu dieser glücklichen Spezies. Ich habe einen so leichten Schlaf wie die Mutter eines zahnenden Babys. Ein Pieps, und ich bin wach. Wenn ich wach bin, dann muss ich auch.…

  • Unterwegs

    Namibia-Safari mit Kindern | Was du vor der Reise wissen solltest

    Vergangenes Jahr erzählte ich meinem 10-jährigen Sohn, dem Professor, dass ich mir eine Safari nach Afrika schon seit meiner Kindheit wünsche. Da sagte er trocken: Ich auch. Tja, da hatte er recht: Schon in all seinen Kindergarten-Freunde-Bücher musste ich im Antwortfeld Mein größter Wunsch NACH AFRIKA REISEN reinschreiben. Wir wollten also beide dorthin. Ich habe mich gefragt, ob so eine Safari durch Namibia das Richtige für einen kleinen Jungen ist. Ich kann euch darin nur bestärken: Namibia ist ein fantastisches Reiseziel mit Kindern. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen findet ihr hier. Was sollten wir vor der Reise bedenken? Der Flug ist lang. Weil wir zu spät dran waren und…

  • Indien Chandigarh Mosaik-Gebäude
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    Von Brutalität und Brutalismus | Eine Pilgerstätte moderner Architektur in Indien

    Gastbeitrag von Henrik Unterhalb der sanften Ausläufer des Himalaya liegt eine Stadt, so untypisch für Indien wie kaum eine andere. Notwendig geworden, um die Lücke zu schließen, die die alte Hauptstadt des Punjab Lahore mit der Teilung Indiens hinterließ, schuf der Schweizer Architekt Le Corbusier am Reißbrett eine Stadt aus Beton. Eine Stadt, erdacht als Symbol eines modernen, offenen, die Hand zur Versöhnung reichenden Indiens: Chandigarh. Heute ist die einstige Lückenbüßerin Pilgerstätte für Freunde moderner Architektur im Allgemeinen und des Brutalismus (brut, französisch für Sichtbeton) im Besonderen. Ihr symbolischer Anspruch erfüllte sich über die Jahrzehnte nicht – Indien und Pakistan stehen sich nach wie vor mehr als argwöhnisch gegenüber. Kein…

  • Namibia Safari Dachzelt
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    Ein Schisser auf Safari | Mit dem Dachzelt durch die Wildnis von Namibia

    Ich bin ein Löwe. Sternzeichen und Aszendent. Vielleicht ist das der Grund, warum ich mich nach Afrika sehne, seit ich klein war. Die sengende Sonne, der heiße Sand der Wüste, die Freiheit, die wilden Tiere, die Weite, die Stille – das alles wünschte sich mein Löwenherz. Ich habe es bekommen. Aber Namibia hat mir auch etwas beigebracht: Tief in meinem Inneren bin ich nicht halb so mutig, wie ich dachte. Sondern ein Schisser. Wir – die zwei Chaoten, der Professor und ich – haben einen Wagen gemietet, um zwei Wochen durch das am dünnsten besiedelte Land südlich der Sahara zu fahren. Nur wir vier, ohne Reisegruppe, low Budget. Zelte auf…

  • Individualreise nach Indien. Empire im Himalaya. Himalaya Bergpanorama
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    Very british! Ein Stück Empire im Himalaya

    Gastbeitrag von Henrik In den vergangenen Jahrhunderten hatten verschiedenste europäische Nationen die Idee, Indien zu helfen, indem sie vor Ort Handelsstationen eröffnen und sich selbst an die Spitze des örtlichen Gesellschaftssystems setzen. Eine Idee, der die ansässige Bevölkerung meist nicht folgen konnte. Doch Niederländer, Portugiesen, Franzosen – selbst Dänen – hatten die besseren Argumente: Gewehre und Kanonen. Also beglückten die letzten von ihnen den Subkontinent bis in die 1950er-Jahre mit ihrer Anwesenheit und den dazugehörigen Errungenschaften. Den prägendsten Stempel drückten dabei ganz gewiss die Briten dem Land auf. Sei es im Verkehr, in der Sprache, der Gesetzgebung oder der Bürokratie: Albion ist fast immer gegenwärtig. Bis heute hat sich Indien…

Valerie Gerards Blogverzeichnis - Bloggerei.de