Einrichtungsstile mischen – wie du mutig kombinierst und harmonische Räume schaffst
Es gibt kaum etwas Befreienderes, als die langweiligen Pfade der immer-beigen und immer-gleichen Instagram-Wohnzimmer zu verlassen und Räume zu gestalten, die wirklich dein Leben erzählen. Denn es ist nicht der perfekt abgestimmte Look, der ein Zuhause besonders macht, sondern der Mut, Alt und Neu zu mischen, Erinnerungen mit modernen Formen zu verbinden und bewusst Brüche zu setzen. Genau darin liegt die Magie des Einrichtungsstile Mischens.
Vintage trifft auf Moderne, elegante Klassiker auf industrielle Elemente – und plötzlich entsteht eine Atmosphäre, die sich warm, lebendig und unverwechselbar anfühlt.
Dieser Artikel zeigt dir, wie du Einrichtungsstile mischen kannst, ohne Chaos zu erzeugen – mit Prinzipien, die leicht umzusetzen sind, viel Raum für Persönlichkeit lassen und dir helfen, deinen eigenen Stil zu finden.
Warum Einrichtungsstile mischen so gut funktioniert
Das Mischen von Einrichtungsstilen schafft Spannung und Tiefe im Raum. Moderne Möbel bringen Ruhe und klare Linien, während alte Stücke Charme, Wärme und handwerkliche Qualität einbringen. Die Kombination beider Welten erzeugt eine Dynamik, die Räume sofort interessanter wirken lässt. Antike Möbel erzählen Geschichten und wirken wie liebevolle Erinnerungsstücke, die deinem Zuhause Identität geben.
Ein Ankerstück als Ausgangspunkt
Wenn du Einrichtungsstile mischen möchtest, ist es sinnvoll, deine Einrichtung mit einem sogenannten Ankerstück zu starten: einem Möbel, das den Raum prägen darf. Das kann ein antiker Spiegel, eine elegante Kommode oder ein markanter Esstisch sein. Rund um dieses Herzstück baust du die restliche Einrichtung auf. So entsteht ein natürliches Gleichgewicht – und selbst mutige Stilbrüche wirken gewollt statt zufällig.

Farben als verbindendes Element
Farben sind der einfachste Weg, Stilwelten miteinander zu verbinden. Neutrale Töne wie Weiß, Beige oder Grau sorgen für Ruhe und lassen antike Möbel gut zur Geltung kommen – wie zum Beispiel den antiken Stuhl und das Sofa im Biedermeier-Stil unten im Bild, der mit einem cremefarbenen Stoff bezogen ist. Umgekehrt können moderne Möbel durch warme Farben wie Ocker oder Messing einen harmonischen Übergang zu Vintage‑Stücken schaffen. Pastelltöne bringen Leichtigkeit in den Raum und lassen selbst opulente Möbel weich wirken.
Entdecke, wie du Einrichtungsstile mischen kannst – kreativ, mutig und stilsicher. Mit einfachen Profi‑Tipps kombinierst du Alt und Neu zu einem Zuhause, das sofort begeistert und deine Persönlichkeit strahlen lässt.


Materialien, die Harmonie erzeugen
Wenn du verschiedene Stile mischst, helfen wiederkehrende Materialien dabei, ein stimmiges Gesamtbild zu schaffen. Holz verbindet beispielsweise moderne und antike Möbel mühelos. Metallakzente wie Messing oder Schwarzstahl können sowohl in modernen als auch historischen Stücken vorkommen und so wie ein roter Faden wirken. Auch Textilien – etwa Leinen, Wolle oder Bouclé – verleihen dem Raum Struktur und halten die Mischung zusammen.

Antike Möbel als emotionale Highlights
Antike Möbel haben einen ganz eigenen Zauber: perfekte Handwerkskunst, unverwechselbare Patina, lebendige Geschichte. Sie müssen nicht im Mittelpunkt stehen, um zu strahlen. Ein kleiner Beistelltisch oder eine alte Kommode können subtil Akzente setzen und modernen Räumen Wärme verleihen. Oft wirkt es am schönsten, wenn ein antikes Stück bewusst „atmen“ darf – mit ausgewählten Stücken dekoriert und gut beleuchtet.
Ein gelungener Stilmix ist mutig, aber nicht chaotisch. Kontraste sind erwünscht, solange sie ausgewogen wirken. Kleine wiederholte Details – zum Beispiel Metalltöne, Holzarten oder Muster – sorgen dafür, dass der Raum trotz Stilvielfalt harmonisch wirkt. Der Trick liegt darin, bewusst auszuwählen, statt beliebig zu mischen. Der moderne Holztisch mit Baumkante im Stilmix mit alten Möbeln passt harmonisch zu den antiken Eichenstühlen. Besonders individuell wird das Esszimmer durch den Orientteppich und die gemusterten Vorhänge.

Ein Zuhause entsteht nicht an einem Tag. Es darf wachsen, sich verändern und in Phasen leben. Mische Erbstücke mit Designklassikern, Flohmarktfunde mit neuen Möbeln, Farben mit klaren Linien. Es geht nicht darum, Trends zu bedienen, sondern dein Leben sichtbar zu machen. Ein Stilmix funktioniert dann besonders gut, wenn er authentisch ist – und du ein Stück Persönlichkeit in jeden Raum steckst.
Epochenkunde – die wichtigsten Möbelstile verständlich erklärt
Wenn du Einrichtungsstile mischen möchtest, hilft es enorm, die verschiedenen Epochen zu kennen. Jede von ihnen erzählt eine eigene Geschichte, bringt typische Formen und Materialien mit und schafft ein bestimmtes Gefühl im Raum. Je besser du verstehst, wofür eine Epoche steht, desto gezielter kannst du mit ihr spielen – und desto harmonischer wird dein Stilmix.
Barock
DIE ZEIT.
Ende des 16., Anfang des 17. Jahrhunderts entwickelte sich ein hoch prachtvoller, aus Italien kommender Stil, der in den weitesten Teilen Europa seine Ausläufer findet. Aus dem Barock entstanden zahllose namhafte Bauten, wie unter anderem das Schloss von Versailles oder der Winterpalast in Sankt Petersburg, die zu den größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt zählen. Das Barock-Zeitalter steht jedoch wie kaum eine andere Zeit für extreme Gegensätze. Während einige Menschen in Luxus gelebt, prunkvolle Schlösser und Kirchen errichtet wurden, haben andere gehungert, waren schwer krank und mussten unter Armut leiden. Die Menschen litten unter zahlreichen Kriegen, unter Anderem dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), der Pest, die die Bevölkerung um ein Drittel reduziert hat. Eine Mittelschicht gab es kaum. Einzelne Herrscher verschafften sich eigenständig Macht über bestimmte Territorien. Bildung, Erziehung, Wirtschaft und Kirche waren mehr oder weniger vom Staat kontrolliert.
DER STIL.
Die Zeit des Barocks ist aufgrund ihrer langen Existenz von mehr als 150 Jahren sehr vielfältig. In Frankreich waren Stilrichtungen wie Louis-treize, Louis-quatorze, Régence und Louis-quinze prägend, wohingegen in anderen Ländern Europas erhebliche Unterschiede vorzufinden waren. Im Allgemeinen stehen jedoch prunkvolle und reich verzierte Möbel im Vordergrund, die mit aufwendiger Marketerie, einer Art Holz-Intarsien Arbeit/ Einlegearbeit aus Holz, geschmückt waren. Edle und aus heutiger Sicht hoch verschwenderische Materialien wie Schildpatt, Elfenbein und Perlmutt wurden verwendet und Oberflächen oder Beschläge teils vergoldet. Verschnörkelte Beschläge aus Kupfer oder Messing wurden häufig verwendet und gerne mit Ebenholz, eine sehr dunkle Holzart, verbaut.
Biedermeier
DIE ZEIT.
Mit dem Wiener Kongress und der Gründung des Deutschen Bunds im Jahr 1814/1815 Begann das Zeitalter des Biedermeier in Deutschland. Im Allgemeinen spricht man von einer Zeitspanne von ungefähr 30 Jahren, die mit der blutigen Revolution im Jahr 1848/49 endete. Die Zeit war geprägt durch bürgerliche Aufstände und die aufstrebende Mittelklasse, die anfing für Ihre Rechte einzutreten. Vor Allem erkämpften sie sich Zugang zu Bildung; Universitätsvorlesungen wurden von nun an nicht mehr auf Latein gehalten, sondern auf deutsch. Mit der Eröffnung der ersten öffentlichen Buchläden, Leihbibliotheken und Museen wurde der Grundstein für eine unabhängigere Mittelschicht gelegt.
DER STIL.
Diese politisch und gesellschaftlich turbulente Zeit hatte seinen eigenen Möbelstil zur Folge, der vor allem von regionalen, bürgerlichen Schreinern geprägt wurde. Aufgrund der regionalen Entstehung haben unterschiedliche Regionen kann man heute anhand verschiedener Merkmale die genaue Herkunft ermitteln. Im Allgemeinen grenzen sich die Möbel durch den Verzicht von aufwendigen Intarsien und Co. von vorherigen Epochen ab. Es war die Zeit der Mittelschicht. Aufwendige und teure Handarbeiten wurden mehr und mehr durch Funktionalität und ausgewählte Furniere abgelöst.
Gründerzeit
DIE ZEIT.
In den 1860er Jahren begann im Deutschen Reich ein wirtschaftlicher Aufschwung, der nach dem Deutsch-Französischen Krieg im Jahr 1870/1871 in einem regelrechten Wirtschaftsboom endete. Die Reparationszahlungen aus Frankreich (rund 4 Milliarden Mark) wurden genutzt, um die Industrialisierung anzutreiben. Zahlreiche Aktiengesellschaften wurden zu dieser Zeit gegründet, unter anderem die Deutsche Bank (1870), Commerzbank (1870) oder Dresdner Bank (1872). Doch nicht nur der Finanzsektor, auch die Schwerindustrie, Kohlebergbau, Maschinenbau und die Wohnungsbaugesellschaften erfuhren aufgrund zunehmender Urbanisierung ein kräftiges Wachstum. Gabe es vor 1870 nur 235 Aktiengesellschaften im Deutschen Reich, waren es 1890 etwa 3.000 Stück.
Der starke wirtschaftliche Aufschwung wurde bereits im Jahr 1873 durch Überbewertung von Aktien und Anlagen gebremst und endete im Gründerzeitcrash. Kursstürze und zahlreiche Konkurse führten vor allem bei Kleinanlegern zu großen finanziellen Verlusten und einer mehrjährigen wirtschaftlichen Depression. Trotz wirtschaftlicher Stagnation hielt die Gründerzeit bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts an.
DER STIL.
Die zahlreichen Neugründungen führten unweigerlich zu Wohlstand und einer neuen Elite, die sich am Prunk und aufwendigen Lebensstil des Altadels orientierte. Man wollte zeigen was man hat. In Anlehnung an frühere Epochen wie dem Altdeutschen Stil, der Neo-Rennaissance oder dem Barock setzte man auf Luxus. Fabrikinhaber residierten in prunkvollen Landsitzen abseits der Fabrikgelände. Der bürgerliche Mittelstand, der meist in deutlich schlechteren Verhältnissen lebte, folgte diesem Trend und inszenierte ein Wohlstand, welcher häufig nicht die Realität widerspiegelte. Die Möbel waren geprägt von opulenten Aufsätzen und edlen Materialien wie Muscheln, Kapitellen und Diamantierungen. Oftmals wurden die Möbel jedoch gar nicht für den Alltag verwendet, sondern standen in Esszimmern, die nur bei Besuch genutzt wurden. Die Esszimmer blieben sonst unbeheizt was häufig zu Holwurmbefall an den Möbeln führte, der sich besonders wohl in kühlen und feuchten Räumen fühlt.
Jugendstil
DIE ZEIT.
Die Epoche des Jugendstils war eine Kunstepoche, die sich zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert abspielte. Sie fand weite Verbreitung in großen Teilen Europas. Verschiedene Ausläufer, die sich vor allem in Deutschland, Großbritannien und Frankreich entwickelten, fallen unter anderem in die Zeitspanne dieser Epoche: „Art Nouveau“, „Belle Époque“, „Victorian“, „Modern Style“, „Stile Floreale“, „Liberty“, etc. Die Zeit war durch viele verschiedene Dinge geprägt. Die industrielle Revolution veränderte die Lebensverhältnisse der Menschen drastisch. Neue Verkehrsmittel brachten die Möglichkeit, an Wochenenden dem städtischen Grau zu entfliehen. Schulpflicht und Geburtenregelungen sorgten für höhere Lebensstandards. Die Kirche, Könige und der Adel verloren immer mehr an Einfluss und Macht, wohingegen reiche Bürger sich diesem immer mehr annäherten. Eine neue Elite entstand.
DER STIL.
In Italien traf man es bei der Benennung des Stils auf den Punkt: „Stile Floreale“. Floristische Zierelemente wurden insbesondere in den Anfängen viel und gerne genutzt. Realistische Ausformungen von Blumen, Wurzeln, Lilien, Blüten, Schmetterlingen, Blattwerken und vielem mehr zierten Schränke, Stühle und Co. Mit der Zeit wurden diese Elemente immer geometrischer und rückten weg von der natürlichen Realität. Asymmetrien und neue Formen wie die des Ovals brachten eine neue Formgebung auf den Weg. Dynamische und schwungvolle Linien sind kennzeichnend für den Jugendstil. Die verwendeten Hölzer sind hochpoliert.
Art-Déco
DIE ZEIT.
Die Entstehung des Art Déco ist stark vom Ersten Weltkrieg geprägt. In seinem Höhepunkt, den 1920er und 1930er Jahren, wurde insbesondere unter den „Siegermächten“ ein Gefühl von Hoffnung und einer besseren Zukunft verbreitet. Dieses Gefühl vermittelte der Art Déco wie kaum eine andere Stilrichtung. Die Wirtschaft boomte. „Neureiche“ Industrielle bildeten eine komplett neue Gesellschaftsschicht, die, wie auch die wohlhabenden Erben, ihren Wohlstand zeigen wollte. Gleichzeitig machte sich jedoch Totalitarismus in Europa breit. Adolf Hitler, Benito Mussolini und Josef Stalin bestimmten mehr und mehr das Leben der Menschen. In Europa setzte der Zweite Weltkrieg dem Art Déco ein Ende. Der Stil entsprach nicht mehr den Sorgen und der Armut der Menschen in der Nachkriegszeit. In den USA hingegen lebte die Stilrichtung noch weiter und machte sich vor Allem in New York und Hollywood weiter breit.
DER STIL.
Dekadenz à la Great Gatsby: In den Golden Twenties, in denen der Art Déco unter anderem seinen Höhepunkt erfuhr, ging es edel und opulent zu. Überwiegend klare Linien bestimmten die Formen der Möbel. Die schlichte Form sollte wenig ablenken von der Hochwertigkeit der verwendeten Materialien wie Elfenbein, Rochenhaut, Bronze, Kristall, Emaille und Edelhölzer. Bezugsstoffe und Heimtextilien waren zumeist samtig und sehr fein verwebt wie beispielsweise Satin. Dekorative Objekte kamen auf. Die Industrie machte erste Massenproduktionen möglich und brachte aufgrund der einfachen Formen große Stückzahlen in die Regale der Kaufhäuser. Dabei wurden zwar weniger hochwertige Materialien eingesetzt, jedoch war es für die breite Masse erstmals möglich, sich auch dekorativ einzurichten. Das wohl bekannteste Beispiel hierfür ist die Achteckige Espressokanne von Alfonso Bialetti.
Bauhaus
DIE ZEIT.
Der erste Weltkrieg ist gerade verloren und in der Bevölkerung macht sich Orientierungslosigkeit und Arbeitslosigkeit breit. Die weltweite Industrialisierung ist im vollen Gange und die einst schnörkeligen Jugendstilmöbel werden schon längst nicht mehr in Handarbeit gefertigt. Stattdessen laufen die Verzierungen in Massenproduktion vom Band.
Das Staatliche Bauhaus (heute meist nur „Bauhaus“) entsteht 1919 in Weimar und kann als eine Art Gegenbewegung zu diesen „unehrlichen Verschnörkelungen“ gesehen werden. Den Bauhaus als eine Stilepoche zu sehen ist umstritten, da es sich hierbei mehr um eine Lehre durch die Vereinigung von Künstlern handelt. Mit dem Zusammenschluss der Großherzöglichen-Sächsischen Hochschule für Bildene Kunst und der Kunstgewerbeschule Henry von de Weldes gründet Walther Gropius die Kunstschule „das Staatliche Bauhaus“, die 1925 nach Dessau und 1932 nach Berlin umzog. Ziel war es Kunst und Handwerk mit der fortschreitenden Industrialisierung zu vereinen und nicht mehr traditionelles Handwerk mit Maschinen zu imitieren. Das Bauhaus wurde im Jahr 1933 durch die Nationalsozialisten geschlossen.
DER STIL.
Mit einer der wesentlichen Grundideen kann der Möbelstil der Bewegung am besten beschrieben werden: „Schön ist, was funktioniert.“ Die Nützlichkeit und Effizienz sind maßgebend für das Bauhaus-Design. Ästhetik und künstlerischer Ausdruck sollen in der Funktionalität des Produktes enthalten sein. Verschnörkelungen und Verspieltheit, wie man sie noch im Jugendstil sah, waren für Bauhaus-Vertreter „Verschleierungen“ des alltäglichen Zwecks und galten als „verlogen“. Ehrliche Möbel, die seriell hergestellt wurden, sollten den Lebensstandard der Menschen verbessern. Prunkvolle Wohnungen, die mager und kalt ausgestattet waren, sollten abgelöst werden, durch Funktionalität und einem neuen Verständnis von Kunst. Die Nützlichkeit und der Bezug zwischen Kunst und serieller Massenfertigung wird heute auch oft als Teil längerfristiger Strömungen, wie Funktionalismus, Klassische Moderne, Neue Sachlichkeit, Internationaler Stil und Bauen gesehen.
Midcentury
DIE ZEIT.
Der Midcentury Modern-Stil beschreibt einen Möbel- und Architekturstil der 1940er bis 1960er Jahre. Die Kriegsjahre waren überstanden und die Menschen sehnten sich nach Eleganz, Fortschritt und einem Leben, ohne ständig Sorgen haben zu müssen. Die Technologie entwickelte sich in windeseile und sorgte für einen wirtschaftlichen Aufschwung. Den Menschen ging es vor allem finanziell besser. Neben exklusiven Einzelfertigungen konnten sich auch immer mehr Leute hochwertige Serienfertigungen leisten. Das Credo von Charles und Ray Eames traf den Zahn der Zeit: „Vom Besten so vielen wie möglich so viel wie möglich für so wenig wie möglich.“
DER STIL.
Ornamente, Kringel und Schnörkel sucht man im Midcentury Stil vergeblich. Stattdessen besann man sich wie auch in der Bauhaus-Generation auf das Motto: „Form follows function!“ So bestimmt in erster Linie der Zweck die Form des Objekts und nicht umgekehrt. Gio Ponti (Italien), Jean Prouvé (Frankreich) und Dieter Rams (Deutschland) waren prägende Persönlichkeiten der Zeit und haben zur Vielfältigkeit der Stilrichtung beigetragen. Insbesondere aber hat der Stil in Skandinavien Fuß gefasst und es zu internationaler Popularität gebracht; Poul Henningsen, Arne Jacobsen oder Alvar Aalto sind bis heute gefragte Namen dieser Zeit und haben wahre Designklassiker hervorgebracht.
Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von Antikolis – hier geht´s zum Interview



