Ikea kommt in die Innenstädte
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Ikea kommt in die Innenstadt | Möbel und Hotdogs in der Fußgängerzone

Andere Geschäfte verlassen die Innenstädte, Ikea kommt! Das hat Ikea-Chef Jesper Brodin heute in einem Interview mit der FAZ verraten. Was macht diese Nachricht mit mir? Will ich laut Juhuu schreien oder ein bisschen weinen? Ich bin noch nicht sicher …

Zu Ikea zu fahren, war für mich immer ein Fest. Wenn ich von weitem die gelben Lettern vor dem blauem Himmel von Dortmund-Kley gesehen habe, habe ich laut IKEA gebrüllt. Drinnen gab es Hotdogs (hungrig soll man ja nicht einkaufen gehen) und im November natürlich Gänsekeule mit Rotkohl. Der, den ich liebe, und ich haben dort unser erstes gemeinsames Bett gekauft. Und viele Kerzen, Bilderrahmen, Gläser … ihr kennt das ja. Ich habe diese Halbtagesausflüge einfach genossen, und der, den ich liebe, hat sich freiwillig eine gelbe Tüte umgehängt und den ganzen Kleinkram für mich durch den Laden geschleppt. Dann kamen Surfergirl und der Professor zur Welt, und auch sie haben das Ikea-Gebrüll von mir übernommen. So war das damals in Dortmund-Kley.

Und dieser blau-gelbe, mehrgeschossige Koloss soll nun von den Industriegebieten und dem AdW in die Innenstädte verlegt werden? Natürlich nicht! Die Filialen sollen kleiner und Ikea grüner werden – das kündigt der Vorstandsvorsitzende zumindest an. Bei den Möbeln wird Material (und damit Gewicht und Ressourcen) gespart, den Hotdog gibt es jetzt in vegan, und niemand braucht mehr ein Auto, um bei einer Ikea-Innenstadtfiliale einzukaufen.

Ikea kommt in die Innenstädte: Online-Shopping
Foto: Inter IKEA Systems B.V.

Eine Strategie, über die der Schwede offenbar schon länger nachdenkt. Denn 2014 hat Ikea seine weltweit erste Innenstadtfiliale in Hamburg eröffnet. Die zukünftigen Filialen sollen allerdings nicht dem Vorbild in Hamburg-Altona folgen, das ein komplettes Warenlager hat. An den Standorten und auch digital will Ikea einiges ausprobieren – mit dem Ziel, das Zuhause seiner Kunden besser zu machen.

2020 soll es soweit sein

„Sie werden in einem Jahr die Möglichkeit haben, besser und einfacher einzukaufen, und das jederzeit“, sagt Jesper Brodin im Interview mit der FAZ.

Besser und einfacher, das klingt auf jeden Fall gut. Denn wenn man nur eine Kleinigkeit vom Schweden braucht, ist das Einkaufen bei dem Möbelriesen auf der grünen Wiese kein Vergnügen – schon gar nicht an einem Samstag.

Kein Grund zu weinen also. Wenn Ikea in der Zukunft besser erreichbar sein wird, egal ob analog oder digital, ist das für mich ein Grund zur Freude. Nur vielleicht wird niemand Juhuu schreien, so mitten in der Innenstadt. Vielleicht ist Ikea ja dann ein Laden, an dem man täglich vorbeiläuft, anstatt einen Familienausflug in die Pampa zu machen. Weil der Schwede dann vielleicht zum Stadtbild gehört; und die Innenstädte mehr belebt und damit Kaufkraft anzieht, worüber sich auch die anderen Geschäfte freuen dürften.

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